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Lebensaufgabe?


Ich frag mich immer wieder, was der Sinn meines Lebens sein soll.

Wahrscheinlich weiß das keiner so recht, aber die Mehrheit der Menschen tut halt dann das was die meisten machen: arbeiten, heiraten, Kinder kriegen, konsumieren, in Urlaub fahren, sich wieder scheiden lassen, Burnout bekommen..was weiß ich....

ich kann mit den meisten dieser Dinge nichts anfangen.

Beziehung: heiraten war nie mein Thema. Und Kinder bekommen erst recht nicht. Dafür bin ich zu sehr Freiheitsmensch und an die Liebe glaub ich nicht so wirklich. Das meiste sind Projektionen oder schlicht kein Bock auf Einsamkeit haben. oder jemand für den Haushalt brauchen. Menschen sind sehr schlicht. Und einfach. Es geht immer um banale Dinge.

 

Seit gut 20 jahren "blind-date" ich Männer. Ja ich habe immer die Liebe, die Zuneigung gesucht, die ich eigentlich von meinen Eltern hätte bekommen sollen/müssen. Gabs aber nicht. Und auch sonst hat keiner Liebe zu geben, jeder will immer nur Liebe und so traf ich immer nur die ebenfalls emotional verhungerten (ich glaube das sind eh die Mehrheit).

Auf Sex steh ich auch nicht besonders. Und zusammen wohnen geht auf gar keinen Fall. Zuviel Nähe, zuviele Macken auf einen Haufen, zuviel Streß. Also was bleibt? Mal ein wenig flirten, zusammen ausgehen. Von mir aus auch kuscheln. Die Erwartungen DEN Prinzen der ALL meine Probleme aus der Welt schafft, habe ich sein lassen. Was blieb war Frust und Enttäuschung. Also was bringen mir Männer? Nicht viel. Außer sie zahlen. OH AH PFUI das macht man doch nicht. Ach ne? Ich war so lang korrekt und lieb und brav, wo brachte es mich hin? Nirgends. Also will ich jetzt wenigstens was davon haben.

Auch Männer sind einfach und sehr genügsam. Ich gehe nicht mit denen ins Bett. Nein, manchen reicht es wenn ich sie schimpfe und meine Wohnung putzen lasse! Manche wollen auch nur meine Füße massieren und küssen. Manche wollen erotisch massiert werden. Manche wollen nur mit mir essen gehen, sich mit einer hübschen Frau um/angeben und danach ein wenig Handarbeit. Das mache ich nur mit Männern die ich sympathisch finde. Gepflegt müssen sie sein und zuverlässig. Und ich mache nur das, was ich will. Und wann ich will. Damit lebe ich besser. Mehr in der Realität.

 Auch auf Karriere war ich nie erpicht. Es lief alles wie am Schnürchen. Ich hatte immer genug Geld. Ich brauche nicht viel. Mir sind andere Dinge  wichtiger. Selbst wenn ich mir einen kleinen Nebenjob suchte: selbst der wurde mir genau dann gekündigt, als ich genau im selben Monat ein Schuldenkonto beglichen hatte und eben das Geld dafür auch nicht mehr verdienen musste. Da hat doch das Universum die Hände mit drin!

 Ich las schon einige Bücher zum Thema Reinkarnation/Leben zwischen den Leben/Seelenalter und das wir für uns  neue Aufgaben/Lektionen aussuchen für das Leben auf der Erde. Das finde ich spannend und beruhigend. Ich interessiere mich sehr für das geistige/spirituelle Leben, Meditation, ZEN...sowas eben.

 

Vielleicht ist es das Thema für mein Leben...wer weiß..wer weiß...

jedenfalls mache ich mich immer mehr davon los, was "man sollte" oder "müsste".

Sehr befreiend.

24.3.17 11:50


Liebe?

Tja was Liebe ist darum drehen sich viele Filme und Bücher.

Jeder hat wohl, ob bewußt oder unbewußt, da so seine Vorstellungen.

Meine war lange: Wenn mich ein Mann scheiße behandelt, liebt er mich. Und wenn ich um seine Aufmerksamkeit und Gunst buhlen muss, dann meine ich, dass das die Liebe zu ihm ist.

Klingt komisch, war aber so. Durch viel Arbeit an mir selbst, erkenne ich nun schon sehr früh, wie ein Mann so tickt. Zumindest ob er wieder "unerreichbar" ist. Und lasse dann die Finger davon.

Verliebt sein war für mich immer das rauschende Gefühl. Psychologen sagen ja, die Verliebtheit ähnelt einer Psychose. Nach diesem Gefühl kann man süchtig werden: man beschäftigt sich nur noch mit dem anderen, der Alltag die Realität rücken weit in den Hintergrund, alles ist super und toll! Alles ist ver-rückt.

Nun kenne ich seit 3 Jahren einen Mann, bei dem gab es diese Verliebtheitsphase nicht. Aber ich hatte Gefühle für ihn. Sehr warme. Sehr liebe. Aber eben ohne den Rausch. Er ist sehr liebevoll, warmherzig, fürsorglich, humorvoll, wenig egoistisch oder narzisstisch. Wir haben denselben Humor, dieselben Vorlieben und Lebenseinstellungen. Zeit mit ihm zu verbingen ist wunderbar. Seine Nähe zu spüren einfach toll. 

Liebe ich ihn?

Ich habe ein Problem mit Nähe. Er kommt mir nah UND behandelt mich respekt - und liebevoll. Damit komme ich nicht klar. Das kenne ich nicht. Bin verwirrt. Dichte ihm ein Psychopathendasein an, mache seine Fehler übergroß, projeziiere alte Liebschaften auf ihn.

Und flüchte. Mache zu. Bin abweisend. Brach sogar den Kontakt ab.

Ich kann das also schon erkennen: es hat mehr mit mir, als mit ihm zu tun.

Ich kann ihm das auch sagen.

Und mich langsam daran gewöhnen, dass da kein Drama, keine Verletzung, keine Misshandlung, keine Lieblosigkeiten sind, keine kranke Symbiose...

sondern: Liebe UND Freiheit. Ich darf ich sein, er darf er sein und manchmal sind wir WIR.

11.3.17 09:06


Freundschaften


Mein bester Freund hat mir hinterher geschnüffelt und Dinge gelesen, die ihn nichts angehen.

 

Wie reagiert man da? Klar man ist erstmal not amused. Ich habe das ein halbes Jahr verdrängt (während dessen er natürlich weiter gelesen hat) und so getan als wär alles in Butter. Bis auch ich mich nicht mehr selbst belügen konnte und ihn darauf ansprach. Er tat so als ob er von nichts wüßte. Von was ich überhaupt rede?

 

Ich weiß, dass er es getan hat, er gibt es nicht zu. Neue Situation also. Das hab ich mir wieder eine Zeit angeschaut, bis ich das Thema nochmal auf den Tisch brachte. Ja, gab er zu, er habe da gelesen. Er war wirklich sehr geknickt und hat es auch sehr bereut, mehrmal versichert wie leid es ihm tue und sich auch mehrmals entschuldigt. Mit sehr viel Wasser in den Augen.

 

Für mich wäre da früher der Ofen aus gewesen. Scher dich zum Teufel. Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben. Bei manchen Menschen ist/war das auch durchaus angebracht. Die die Schnur deutlich überzogen hatten. Die mich immer wieder anlogen, demütigten, kein Interesse zeigten, sich gehässig benahmen usw. 

 Doch er ist im Grunde ein feiner Kerl. Sorgt sich um mich, kümmert sich um mich, ist freundlich und zugewandt, humorvoll...ich bin gerne in seiner Nähe. Ich mag ihn auch. Sehr.

Das Menschen auch mal daneben treten und Scheiße bauen und deswegen keine Monster sind, das auch ich mal daneben greifen und Fehler machen darf und das man auch mal vergeben und vergessen muss...das glaube ich ist die Lern-lektion an der ganzen Sache.

9.3.17 13:58


Hallo!

Ich hab schon immer gern geschrieben.

Und gelesen.

Aber schreiben war besser. Das brachte Ordnung in meinem Kopf. Da ist nämlich so einiges drin und es passiert dort auch sehr viel.

Ich beobachte gerne und mache mir dann zu fast allem Gedanken. Das strengt an, macht aber auch Spaß. So versuche ich mir die Welt begreiflich zu machen.

Ich habe eh das Gefühl, dass ich das erste Mal auf dieser Erde bin. Ja ich glaube an Reinkarnation. Wenn ich mir so manch Mitmensch anschaue: die wissen genau was sie wollen, machen das auch, für die ist so vieles selbstverständlich und so leicht. Wo ich mich frage: warum ist das so? Wie geht das? Muss ich das tun?

 Ihr seht schon. Ich bin kein Herdentier. Sondern eine die gegen den Strom schwimmt. Aber manchmal, da steh ich im Wald und finde den verdammten Fluß nicht. Aber das macht nichts. Ich liebe den Wald. Diese Stille! Dieser Duft! Als ich das Buch "Das geheime Leben der Bäume" las, fühlte ich mich bestätigt. In meiner Wahrnehmung: Bäume (und generell Pflanzen) sind auch Lebewesen.

Wenn mir als Kind zuhause alles zuviel wurde, ging ich oft nach draußen (zum Glück lebten wir auf dem Lande) setzte mich ins Gras oder wanderte umher, dabei kommunizierte ich mit dem Universum, indem ich in einer frei erfundene Sprache vor mich hin sang. Das tat sehr gut!

 Das ich mich mit den Mitmenschen und deren "normalen" Gepflogenheiten nicht so ganz wohlfühle hat zwei Gründe (vielleicht auch mehr): zum einen, ich bin sehr introvertiert! Und zum anderen ich bin in einer naja etwas kaputten Familie aufgewachsen. Da ich schon immer sah und fühlte, dass da was nicht stimmt und das auch bald aussprach wurde ich endgültig das schwarze Schaf und blieb es auch. Siehe: Kein Herdentier!

Mit meiner Introversion komm ich soweit gut klar. Habe sie akzeptiert und versuche nicht mehr, mich anders haben zu wollen. Gibt nur Streß.

Das mit der Familie ist leider nicht so ganz einfach. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr, seitdem geht es mir etwas besser. Aber jahrelange Traumatisierungen haben ihre Spuren hinterlassen. Ich könnte jetzt aufgeben und rumjammern, aber das bin nicht ich. Ich will ein lebenswertes Leben! Ich bin eine Kämpfernatur.

Und um diesen alltäglichen (nicht nur) Wahnsinn soll es hier gehen....

8.3.17 17:27





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